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• Während der EURO 2008 stieg der Absatz von Bier und pikanten Snacks
• Auch der Verkauf von anderen alkoholischen Getränken nahm zu
Wien, am 26. August 2008 --- Die EURO 08 ist Geschichte. Zeit für einen Rückblick: Im Fokus stehen nicht sportliche Aspekte, sondern das Konsumverhalten der ÖsterreicherInnen. Nielsen Market Track verglich das EURO 08-Monat mit den Wachstumsraten des Vorjahres und ob eine Kategorie grundsätzlich wächst oder sich insbesondere während der EURO 08 gut entwickelt.
Bier ist DAS Fußballgetränk der ÖsterreicherInnen. Im Juni 2008 gingen im Vergleich zum Vorjahr etwa 8 % mehr Bier über die Ladentische des Lebensmittel-Einzelhandels (exkl. Hofer/Lidl). Auch andere Alkoholika erfreuten sich in diesem Zeitraum größerer Beliebtheit als sonst. Der Absatz stieg um knapp 6 %. Da man aber nicht nur trinken, sondern auch essen sollte, griffen die ÖsterreicherInnen während der EURO auch häufiger zu pikanten Snacks und Knabbergebäck. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Absatz um 7 %. Süßwaren hingegen legten kaum zu. „Nicht nur die ÖsterreicherInnen haben mehr konsumiert. Großen Anteil an der Steigerung haben auch ausländische Fans, die sich ihr Bier eben nicht teuer in der Fanzone, sondern im Supermarkt gekauft haben“, erklärt Martin Prantl, Geschäftsführer von Nielsen Österreich. In Verbindung mit den gestiegenen Preisen bescherte der stärkere Absatz im Juni 2008 dem Handel auch deutlich höhere Umsätze. (siehe Abb. 1 und 2)
Und die Eidgenossen?
Auch die SchweizerInnen aßen während des Fußballevents mehr Chips und löschten ihren Durst mit Bier. Insgesamt nahm laut Nielsen Schweiz die Bevölkerung regen Anteil an der EURO, besonders aber Personen bis 34 Jahre mit mittlerem Einkommen. Haushalte mit drei oder mehr Personen waren signifikant stärker an der Europameisterschaft interessiert als Single-Haushalte.
In Österreich hat das Interesse schon wieder etwas abgenommen. Das zeigte sich anlässlich der Teamchef-Suche: 62 % gaben an, es wäre ihnen egal, wer Josef Hickersberger beerbt. 14 % waren für Andreas Herzog und nur 2 % wollten einen Ausländer als „Trainer der Nation“. „Nach dem 2:2 gegen Italien letzte Woche haben sich diese Werte wahrscheinlich schon wieder stark verschoben – ein schönes Beispiel dafür, wie stark Marktforschung teilweise von aktuellen Veränderungen abhängt“, meint Prantl.
Abbildungen finden Sie HIER.
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