ACNielsen Corporate Site
Österreich
  Suche
Home Unternehmen Lösungen Presse Events Karriere Trends & Insights
 
  Verwandte Informationen  
  Trends & Insights  
       
       
 
 
Presse    >    Pressemeldungen    >    7.August 2008

Preissteigerung lässt Umsätze wachsen

Preisanstieg bei Nahrungsmitteln und Getränken im ersten Halbjahr 2008
doppelt so hoch wie Inflation

Konsumenten greifen verstärkt zu Eigenmarken und Promotion-Artikeln

Wien, am 7. August 2008 --- Die steigenden Preise bescheren dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) im ersten Halbjahr 2008 ein deutliches Umsatzwachstum (siehe Abb.1). Besonders im Bereich Nahrungsmittel und Getränke sind die höheren Preise spürbar. Das ergibt das aktuelle LEH-Umsatzbarometer des Marketinginformations-Unternehmens Nielsen.

Die allgemeine Inflationsrate befindet sich mit 3,5% für das erste Halbjahr auf Rekordniveau, im Juni 2008 erreicht diese mit +3,9% sogar den höchsten Wert seit 15 Jahren. Der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln und Getränken fällt mit 7 % für das erste Halbjahr noch stärker aus. „Besonders betroffen sind hier wegen der stärkeren globalen Nachfrage und gestiegenen Produktionskosten vor allem Molkereiprodukte und Grundnahrungsmittel“, erklärt Martin Prantl, Geschäftsführer von Nielsen Österreich. (siehe Abb.2)

Die Preiseffekte im Detail

Betrachtet man jene Mengen die im Vorjahr im Lebensmittelhandel gekauft wurden und bewertet sie mit den Preisen von 2008 liegt die Steigerung aus dem Preiseffekt durchschnittlich bei 6,5% - real konnte also kein Wachstum erzielt werden. Den stärksten Preisanstieg gibt es bei Tiefkühlkost, Brot/Gebäck/Feinbackwaren, Gemüse, Molkereiwaren, Grundnahrung, Eier, Fleisch/Fisch, wo die Veränderung deutlich über dem Schnitt liegt. „Bei der Analyse der Preisanstiege muss man auch beachten, dass die Konsumenten auch ihr Einkaufsverhalten verändert haben und speziell in diesen Warengruppen überproportional mehr Produkte aus dem unteren Preissegment kaufen“, erläutert Prantl.

Konsumenten reagieren auf höhere Preise

Steigen die Preise, dann gehen sich die Konsumenten andere Wege, um günstig einzukaufen: Besonders Eigenmarken entwickeln sich deutlich besser als der Gesamtumsatz. Sowohl im Bereich Food als auch bei den Drug Warengruppen sind die Wachstumsraten mehr als doppelt so hoch wie das Gesamtwachstum. Dazu Prantl: „Besonders dynamisches Eigenmarkenwachstum beobachten wir in den Kategorien Grundnahrung, Molkereiprodukte und Tiefkühlkost sowie bei Tiernahrung.“ Auch die bei Promotion nimmt die Intensität weiter zu. Sowohl im Food als auch im Drug – Bereich steigt der Anteil jener Produkte, die unter Promotionsbedingungen verkauft wurden (Food: +0,9%p, Drug +2,0%p, total: +1,2%p).

Auch die Diskonter Hofer und Lidl wuchsen mit + 6,8% wieder stärker als der Gesamtmarkt. Deren Anteil (Umsätze geschätzt) erhöhte sich um weitere 0,5%-Punkte gegenüber dem ersten Halbjahr 2007 auf 22,2%. Kommen Sie HIER zu den Charts.

Kleine Geschäfte verlieren Umsatz zum Vorjahr

Der Markt LEH exkl Hofer und Lidl wächst um 4,2%. Zulegen können Geschäfte zwischen 400m² und 1000m² und jene über 1000m². Die Umsätze von kleineren Geschäften (unter 400m²) hingegen liegen durch die weiterhin anhaltende Strukturbereinigung weiter unter dem Niveau des Vorjahres.

Im Juni 2008 flachen die Zuwächse trotz Euro2008 ab

Starke Steigerungen sind vor allem im Januar und Februar sowie im April und Mai zu verbuchen. Im Juni 2008 flacht sich der Zuwachs ab – auch die EURO konnte dieser Entwicklung nicht positiv entgegenwirken. Der Markt ohne Hofer und Lidl verzeichnet im Juni einen Umsatzrückgang zum Vorjahresmonat.

Food Warengruppen wachsen über Preissteigerungen stärker als Drug

Innerhalb der von Nielsen durch das Einzelhandelspanel regelmäßig erhobenen Warengruppen wächst der Bereich Food (exkl. Frische) im Markt LEH inkl. Hofer und Lidl im auflaufenden Jahr mit +6,8%. Den größten Teil dieses Zuwachses verbuchen die Kategorien Molkereiprodukte, Grundnahrung und Süßwaren.

Der Bereich der Drogeriewaren kann im gleichen Zeitraum im Markt LEH + DFH inkl. Hofer und Lidl nur vergleichsweise geringer zulegen. Ein Gesamtzuwachs von +1,7% teilt sich relativ homogen auf die einzelnen Kategorien auf. Am stärksten wachsen hier Wäsche/Textilpflege und der Papier/Hygienebereich.

Bio weiter im Trend – im Diskont allerdings moderateres Plus für Bio

Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft wachsen mit einem Plus von mehr als 16% stärker als der Totalumsatz, wobei gerade hier die Preiseffekte eine deutliche Rolle spielen. Der Umsatzanteil von Bio (inklusive Frische) steigt somit von 4,4 % auf 4,9%.

Bei den Diskontern (Hofer und Lidl) hingegen kann das Bio-Wachstum nicht mit dem Gesamtwachstum Schritt halten, was auch auf die Einführung von „Zurück zum Ursprung“ bei Hofer zurückzuführen sein dürfte.


nach oben



Artikel versenden



Kontakt

ACNielsen Österreich

Mag. Irene Salzmann
+43 01 98110-300




Pressearchiv

Hier finden Sie eine nach Jahren archivierte Auswahl an Pressemeldungen von ACNielsen.

© The Nielsen Company Site Map    Datenschutzrichtlinie    Nutzungsbedingungen    Impressum    Hilfe    Kontakt Nielsen Answers login