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Presse    >    Pressemeldungen    >    26. Jänner 2007

Klimawandel - hohes Problembewusstsein weltweit

  • 91 % weltweit konstatieren: sehr oder ziemlich ernstes Problem
  • Vorwiegend vom Menschen verursacht, meinen die meisten

Wien, 26. Jänner 2007

Klimawandel und globale Erwärmung ist ein heißes Thema, nicht nur derzeit im ORF, sondern auch für mittlerweile fast 9/10 der weltweiten Online-Bevölkerung und 96 % der Österreicher, die angeben, über die Problematik informiert zu sein. Deutlich mehr als die Hälfte (nämlich 57 % weltweit und 58 % in Österreich) geben sogar an, dass es sich dabei um „ein sehr ernstes Problem“ handelt, während sowohl 34 % weltweit als auch in Österreich von einem „ziemlich ernsten Problem“ sprechen. Dies sind die Ergebnisse einer Anfang November 2006 von ACNielsen weltweit durchgeführten Online Befragung.

Der Klimawandel und seine Folgen sind dabei sowohl für die Industriestaaten als auch für die Schwellenländer ein Thema. Die Kyoto Protokolle von 2004 setzten die ersten kleinen Schritte, um weltweit den „Treibhaus-Effekt” zu kontrollieren, welcher allgemein als die Hauptursache des Klimawandels gesehen wird. Die drei Schlüsselländer USA, China und Indien haben diese jedoch bis dato noch nicht ratifiziert. Wie bewusst aber sind sich die Konsumenten in diesen und den anderen Ländern des Problems Klimawandel?

Die „ACNielsen Online Consumer Opinion Survey”, eine halbjährlich durchgeführte internationale Befragung – die größte in dieser Art weltweit – , wurde Anfang November 2006 durchgeführt. Befragt wurden dabei online 25.408 Internet User in 46 Ländern Europas, Asiens, Australiens, Nord- und Südamerikas und dem Nahen Osten.

Klimawandel – hohes Problembewusstsein weltweit
Weltweit ist das Bewusstsein über den Klimawandel mit 91 % sehr hoch bei den Konsumenten verankert, am höchsten in Südamerika mit 96 % und – wenig erstaunlich – am niedrigsten in den USA mit 84 %. (Chart 1)

Dem Thema gegenüber am informiertesten zeigen sich weltweit die Tschechen, wo 99 % der Online User angaben, über das Thema Bescheid zu wissen. Dicht gefolgt mit je 98 % von China, Portugal, Russland und Thailand. In Österreich waren es 96 %.

Länder mit dem niedrigsten Informationsstand waren die Vereinigten Arabischen Emirate mit 16 % die USA mit 13% und Malaysien mit 11 %. (Chart 3)

„Dieses hohe Bewusstsein für das Problem Klimawandel reflektiert die steigende Medienberichterstattung speziell seit der Nairobi Klima Konferenz im November 2006”, erläutert Mag. Martin Prantl, Geschäftsführer von ACNielsen Österreich.

91 % der Konsumenten konstatieren: sehr oder ziemlich ernstes Problem
57 % der weltweit Befragten meinen, dass globale Erwärmung und Klimawandel als „sehr ernst“ und weitere 34 % geben an, dass das Thema als „ziemlich ernst” einzustufen ist.
(Chart 4)
Die Österreicher meinen zu 58 %, dass es sich um ein sehr ernstes, und mit 34 %, dass es sich um ein „ziemlich ernstes“ Thema handelt und liegen damit in etwa im weltweiten Durchschnitt und innerhalb der europäischen Länder im Mittelfeld.

Am bedrohlichsten empfinden das Problem weltweit die Südamerikaner, wo 75 % es als sehr ernst einstufen (allein in Brasilien sind es etwa 81 %, siehe Chart 4). Im Gegensatz dazu meinen in Nordamerika nur 43 %, dass es sich dabei um ein ernstes Problem handelt. Eine nicht unerhebliche Gruppe (11 %) der Nordamerikaner meinen sogar, dass es sich dabei NICHT um ein Problem handelt.

„Die nordamerikanischen Ergebnisse der Befragung reflektieren die Polarisierung des Themas speziell in den US-amerikanischen Medien. In Österreich liegen wir im Mittelfeld”, erläutert Prantl die Ergebnisse weiter.

Am ernstesten wird das Thema weltweit in Brasilien (81 %), Frankreich (80 %), Portugal (78 %), und den Philippinen (76 %) eingestuft.

Vorwiegend vom Menschen verursacht, meinen die meisten
Weltweit herrscht überwiegend Konsens darüber, dass menschliche Aktivitäten wie Autoabgase, fossile Brennstoffe etc. in erster Linie die Ursache der globalen Erwärmung sind.
50 % der Befragten weltweit geben dies als ausschließliche Ursache an, weitere 43 % meinen, dass sowohl der Mensch als auch natürliche klimatische Veränderungen als treibende Faktoren zu sehen sind. (Insgesamt sagen damit 93 % der Befragten, dass menschliche Aktivitäten und 49 %, dass natürlicher Klimawandel die Ursache sind).

Nur 6 % glauben, dass ausschließlich die natürliche klimatische Veränderung der Grund für die Erderwärmung ist. (Chart 6)

„Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung weltweit der Tatsache bewusst ist, dass der Klimawandel zumindest teilweise auf den Autoverkehr und den Einsatz fossiler Brennstoffe zurückzuführen ist“, erläutert Prantl. „Natürlicher Klimawandel wird von vielen zwar als zusätzliche Ursache gesehen, aber nur ein sehr geringer Teil der Konsumenten sieht dies als alleinigen Grund. Diese Ergebnisse sind sicherlich für die Politik im Zusammenhang mit der Frage der politischen Durchsetzbarkeit von Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgase äußerst interessant.“

Auch bei dieser Frage liegt Lateinamerika mit 62 % der Befragten, die meinen, dass der Mensch in erster Linie die Ursache für den Wandel ist, weltweit an der Spitze. In Nordamerika hingegen meinen 2/3, dass dabei ganz oder teilweise auch der natürliche Klimawandel eine Rolle spielt. (12 % meinten, es sei ausschließlich der natürliche Klimawandel verantwortlich).
China (73 %) und Brasilien (70 %) sind jene Länder, wo die meisten Konsumenten die menschlichen Aktivitäten als Hauptgrund für die Erderwärmung sehen.

In Europa sehen 49 % den Menschen und 50 % ganz oder teilweise auch den natürlichen Klimawandel verantwortlich (7 % davon ausschließlich den natürlichen Klimawandel). In Österreich sehen deutlich mehr, nämlich 54 %, den Menschen verantwortlich und 46 % ganz oder teilweise auch den natürlichen Klimawandel (und auch 7 % davon ausschließlich den natürlichen Klimawandel. (Chart 6)

Norweger (36 %), Tschechen und Niederländer (je 37 %) sehen das Problem Mensch innerhalb Europas am wenigsten als Ursache für die klimatischen Veränderungen.

Die Charts zum Downloaden finden Sie HIER.

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