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Presse    >    Pressemeldungen    >    11. Oktober 2006

Globale Trendwende bei Reality-TV

  • Mehr als drei Viertel der Konsumenten weltweit sind der Reality-Shows überdrüssig
  • In Österreich sind 83% der Meinung, dass das Angebot dieser Formate mittlerweile zu groß ist.

Wien, am 11. Oktober 2006

Fernsehmacher weltweit aufgepasst: Der Boom eines überaus populären TV-Formats geht offensichtlich zu Ende. Denn 77 Prozent der Verbraucher weltweit finden, dass derzeit „zu viele“ Sendungen der Marke Reality-TV ausgestrahlt werden. Zu diesem Ergebnis kommt das Marketing-Informationsunternehmen ACNielsen in einer Befragung von über 22.000 Internetnutzer in 41 Ländern. Von den 500 österreichischen Befragten gaben 83 Prozent das Urteil ‚zu viel’ ab.

„TV-Sendeanstalten rund um den Globus haben es sich zur Gewohnheit gemacht, ihre Programme mit Reality-TV aufzufüllen -- zum einen, weil dieses Format sehr günstig zu produzieren ist, zum anderen, weil sich damit bisher immense Quoten erzielen ließen“, erläutert Martin Prantl, Geschäftsführer von ACNielsen das Ergebnis. „Reality-Shows sind  zwar nach wie vor beliebt, doch empfinden die Zuschauer die ständig steigende Zahl dieser Sendungen mittlerweile als ‚Overkill’.“

Folglich sind die Ermüdungserscheinungen in Europa am größten -- eben dort, wo der Trend mit Shows wie Pop Idol und Big Brother seinen Anfang nahm. So sind im Durchschnitt 84 Prozent der befragten Europäer der Ansicht, es gebe momentan „zu viel” Reality-TV; ähnlich wie in Nordamerika wo 83 Prozent der Konsumenten diese Meinung haben. In Asien-Pazifik ist die Quote mit 68 Prozent geringer, aber immer noch die überwiegende Mehrheit ist der Ansicht, es gebe zuviel Reality-TV.

Tatsächlich bildet Asien den größten Hoffnungsschimmer für Macher und Sponsoren von Real-People-Formaten: Von den 41 insgesamt untersuchten Nationen liegen die fünf Länder, in denen die Begeisterung für Reality-TV noch am größten ist, in Asien Die zwei wichtigsten davon sind China und Indien -- riesige Märkte, die vor allem auch für die Konsumgüterindustrie äußerst interessant sind.

„Reality-TV ist bei Werbern und Vermarktern sehr beliebt, da das Genre neben den hohen Einschaltquoten ideale Voraussetzungen für Product Placement bietet“, so Martin Prantl weiter. „Laut unserer Studie hat das Format allerdings in vielen Ländern seinen Zenit scheinbar deutlich überschritten.“

Den Reality Shows am überdrüssigsten sind  die Länder: Griechenland (96%),Russland (94%) ,Spanien ( 93%), Malaysia (90%), Philippinen (89%).

 

Über die Studie

Der ACNielsen Online Consumer Confidence an Opinion Survey ist die größte weltweit erhobene Studie dieser Art. An der jüngsten Befragung im Juni 2006 nahmen 22.781 Internetnutzer aus folgenden 41 Ländern teil: Australien, Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Hongkong, Indien, Indonesien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Korea, Lettland, Litauen, Malaysia, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Philippinen, Polen, Portugal, Russland, Schweden, Schweiz, Singapur, Südafrika, Spanien, Taiwan, Thailand, Tschechische Republik ,Türkei, Ungarn, USA und Vietnam. In Deutschland wurden 1.000 Internetnutzer befragt.



Über ACNielsen
ACNielsen - ein Unternehmen der VNU - ist das weltweit führende Marketinginformations-Unternehmen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen in mehr als 100 Ländern eine Bewertung und Analyse von Marktentwicklungen sowie von Verbrauchereinstellungen und Verbraucherverhalten zur Verfügung. Die Kunden vertrauen den erhobenen Marktdaten, den geschützten Produkten und Analysewerkzeugen und schätzen die professionelle Beratung bei der Beobachtung der Aktivitäten ihrer Mitbewerber, dem Erkennen neuer Wachstumschancen und der Steigerung der Rentabilität ihrer Marketing- und Verkaufsaktivitäten. Mehr darüber erfahren Sie unter www.acnielsen.com.

VNU ist ein globales Informations- und Medienunternehmen mit führenden Marktpositionen und anerkannten Marken in den Bereichen Marketing-Information (ACNielsen), Medienforschung und -information (Nielsen Media Research) sowie Business Information (Billboard, The Hollywood Reporter, Computing, Intermediair). VNU ist in mehr als 100 Ländern aktiv, mit Zentralen in Haarlem (Niederlande) und New York (USA). Im Jahr 2004 erwirtschaftete der Konzern mit 38.000 Beschäftigten einen Gesamtumsatz in Höhe von 3,8 Mrd. Euro. VNU ist an der Amsterdamer Euronext-Börse unter dem Kürzel VNU notiert. Weitere Informationen finden Sie auf der VNU-Website: <www.vnu.com>

 

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