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Presse    >    Pressemeldungen    >    15. September 2006

Jeder 4. Österreicher gibt sinkendes Vertrauen in Banken an

  • Jeder 4. Österreicher gibt sinkendes Vertrauen in Banken an
  • Spekulationsgeschäfte und ausländische Übernahmen österreichischer Banken bereiten Menschen größte Sorge
  • Unmittelbare Konsequenzen daraus ziehen jedoch nur wenige

Wien, 15. September 2006

Die mediale Diskussion rund um die aktuelle BAWAG-Krise und ausländische Übernahmen österreichischer Banken ließ bei vielen Österreichern das Vertrauen in die österreichische Bankenwelt sinken. Konsequenzen daraus ziehen aber nur wenige. Erhoben wurden diese Daten im Rahmen einer von ACNielsen im August durchgeführten Studie über das „Vertrauen der Österreicher in die Banken“ (Basis: repräsentative Telefonbefragung bei 1000 Personen).

Jeder 4. Österreicher gibt an, dass das Vertrauen in Banken gesunken ist, seit man in letzter Zeit zu diesem Thema viel in den Medien berichtet. In der Berufsgruppe der „Selbständigen/freiberuflich Tätigen und Landwirte“ sprechen sogar 40 % der Befragten von einem gesunkenen Vertrauen zu Banken.

Auf die Frage, welche Entwicklungen konkret Sorgen bereiten (Mehrfachnennungen möglich), antworteten 44 % der Befragten mit „Spekulationsgeschäften“ und 40 % mit „Ausländische Übernahmen“. Die Expansion der österreichischen Banken nach Osteuropa erfüllt 21 % der Österreicher mit Sorge. 27 % der Befragten sehen keine bedrohlichen Entwicklungen. Generell steigen die Sorgen mit zunehmendem Alter an. So sehen in der Gruppe „bis 24 Jahre“ 29 % die Spekulationsgeschäfte mit Sorge, bei den über 40-jährigen hingegen etwa die Hälfte der Befragten. (siehe Chart 1)

Chart 1


Eine unmittelbare Konsequenz daraus ziehen jedoch nur wenige. Nur 14 % der Befragten geben an, – in der Gruppe der „Selbständigen/freiberuflich Tätigen und Landwirte“ waren es 23 % – ihr Verhalten in Bezug auf Banken ändern zu wollen.

Von jenen 14 %, die ihr Verhalten in Bezug auf Banken aufgrund der jüngsten Ereignisse verändern wollen, gaben wiederum 23 % einen Bankenwechsel als Konsequenz an (d.h. ca. 3 % aller Befragten). 22 % wollen künftig mehr Informationen einholen und 19 % geben an, generell mehr Misstrauen und Vorsicht gegenüber Banken walten lassen zu wollen.

Positive Maßnahmen, die das Vertrauen in die Banken fördern, haben 22 % der Befragten bei Raiffeisen wahrgenommen. Etwa 7 % geben das auch für die Erste Bank und je 6 % für BA-CA und die Sparkassen an, bei den Volksbanken waren es 5 %.

Zur Methode:
Die Online Consumer Confidence Survey – die von ACNielsen zweimal pro Jahr über das Internet durchgeführte Befragung zum Verbrauchervertrauen – ist die größte weltweit erhobene Studie dieser Art. Sie erfasst das Vertrauen der Konsumenten in die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ihr Ausgabeverhalten und beabsichtigte Anschaffungen, sowie die größten Ängste und Sorgen. An der jüngsten Befragung im Juni 2006 nahmen über 21.000 regelmäßige Internetnutzer aus 44 Ländern der Regionen Europa, Nord- und Lateinamerika, Asien-Pazifik, Afrika (Südafrika) und Naher Osten (VAE) teil.

ACNielsen - ein Unternehmen der VNU N.V. - ist das weltweit führende Marketinginformations-Unternehmen mit 16.500 Mitarbeitern in über 100 Ländern. Die Kunden vertrauen den erhobenen Marktdaten, den Konsumentenstudien und Analysetools und schätzen die professionelle Beratung, um die Aktivitäten ihrer Mitbewerber zu beobachten, neue Wachstumschancen zu erkennen und die Profitabilität ihrer Marketing- und Sales Aktivitäten zu steigern.
ACNielsen Österreich beschäftigt 140 Mitarbeiter, die 2004 einen Umsatz von über 20 Mio. Euro erwirtschaftet haben. Zu den Kunden von ACNielsen gehören die führende Konsumgüterindustrie, Handelsunternehmen sowie Banken, Versicherungen, Telekomindustrie, Autoindustrie u.a.
VNU ist ein globales Informations- und Medienunternehmen mit führenden Marktpositionen und anerkannten Marken in den Bereichen Marketing-Information (ACNielsen), Medienforschung und -information (Nielsen Media Research) sowie Business Information (Billboard, The Hollywood Reporter, Computing, Intermediair). VNU ist in mehr als 100 Ländern aktiv, mit Zentralen in Haarlem (Niederlande) und New York (USA). Im Jahr 2004 erwirtschaftete der Konzern mit 38.000 Beschäftigten einen Gesamtumsatz in Höhe von 3,8 Mrd. Euro. VNU ist an der Amsterdamer Euronext-Börse unter dem Kürzel VNU notiert. Weitere Informationen finden Sie auf der VNU-Website: <www.vnu.com>

 

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Mag. Irene Salzmann
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